Jugend forscht – statistisch

Mädchenanteil bei den Anmeldungen mit neuem Rekord

Trotz der andauernden Coronapandemie gibt es bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb 2022 bundesweit einen nur geringen Rückgang bei der Beteiligung um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt haben sich 8527 Jungforscherinnen und Jungforscher für die 57. Wettbewerbsrunde angemeldet. Zugleich erreicht der Mädchenanteil bei den Anmeldungen mit 40,5 Prozent den höchsten Wert in der Jugend-forscht-Geschichte. Im vergangenen Jahr hatte der Anteil der Jungforscherinnen noch bei 39,6 Prozent gelegen.

Ein Grund für den Rückgang der Anmeldungen wird sein, dass viele Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren MINT-Lehrkräften nach der Rückkehr zum Präsenzunterricht zuallererst einmal damit beschäftigt sind, die pandemiebedingten Lernrückstände aufzuholen. Infolge der erhöhten Arbeitsbelastung fehlen oftmals die erforderlichen Kapazitäten für die Ausarbeitung und Betreuung von Wettbewerbsprojekten. Schülerinnen und Schüler haben zudem aktuell wenig Zeit für Aktivitäten außerhalb des Unterrichts. Das macht eine Wettbewerbsteilnahme oftmals nicht möglich.

Bei den Forschungsprojekten verzeichnet der Wettbewerb in der aktuellen Runde 4788 angemeldete Arbeiten. Das ist ein Rückgang um 6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Favoriten unter den Fachgebieten sind 2022 die Biologie mit 25,4 Prozent, die Technik mit 18,2 Prozent und die Chemie mit 17,5 Prozent aller angemeldeten Jungforscherinnen und Jungforscher. Es folgen die Fachgebiete Physik mit 13,3 Prozent, Arbeitswelt mit 12,0 Prozent, Mathematik/Informatik mit 8,2 Prozent sowie Geo- und Raumwissenschaften mit 5,4 Prozent.

Eine ausführliche Statistik gibt es unter www.jugend-forscht.de/stiftung-jugend-forscht-e-v/historie/statistiken-ab-1966.html

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